AquaPGN - Manipulation von "Aquarium"-generierten PGN-Dateien

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AquaPGN - ein Programm, das die Welt nicht braucht, allenfalls einige Nutzer der Schach-GUI "Aquarium"



Achtung: letztes Update vom 24.3.2017:
Fehlerbehebung bei der automatischen Partieanalyse und in der Kommentierung

Update vom 10.3.2017:
Komplette Überarbeitung der Zugkommentierung;
Daten über kommentierte Züge werden ins Clipboard geschrieben und können in einem Tabellenkalkulationsprogramm weiterverarbeitet werden, z. B. für Diagramme;
Bewertungsrelevanzreduktion: Näheres hierzu unter.

Was kann AquaPGN?

Die Bearbeitung von PGN-Dateien, die mit "Aquarium" (© 2008-2016 Convekta Ltd.) generiert wurden. Sie wird mit Klick auf die Schaltfläche "Start" in der AquaPGN-GUI eingeleitet. Im Einzelnen:

1) Ersetzung von Inline-Kommandos:

Es eliminiert aus "Aquarium"-PGN-Dateien Inline-Kommandos, die mit der Zeichenfolge "{[%t" eingeleitet und mit einem 4-stelligen Kürzel fortgesetzt werden:


2) Ersetzung von NAG-Kürzeln:

Es ersetzt NAG-Kürzel, die mit dem "$"-Zeichen eingeleitet werden und in einer gesonderten Datei "AquaPGN.nag" mitgeliefert werden. Die darin enthaltenen Kürzel entsprechen nur teilweise dem offiziellen Standard (sofern es den überhaupt gibt) und sollten nur als Vorschlag verstanden werden.

3) Ersetzung von Figuren-Kürzeln:

Für Kenner regulärer Ausdrücke die einzugebende Zeichenfolge:
"(w|s)(n|r|m)??(K|D|T|L|S|B)T?".
Vereinfacht ausgedrückt: Wenn in einem Kommentar nach einem Leerzeichen ein "w" für "weiße" oder ein "s" für "schwarze" eingegeben wird, gefolgt fakultativ, also nicht zwingend, von einem "n", "r" oder "m", wiederum gefolgt (diesmal schon zwingend) von einem "K" ("König"), "D" ("Dame"), "T" [("Turm") - wiederum fakultativ gefolgt von einem weiteren "T", also "TT" speziell für "Türme"], "L" ("Läufer"), "S" ("Springer") oder "B" ("Bauer"), werden diese Kürzel durch "weiße"/"schwarze" und die zugeordneten Figurennamen ersetzt.
Beispiele: "der wKsflügel", "die snTT".
Wohlgemerkt bedarf es dazu keines vorangestellten "$"-Zeichens wie bei NAG-Ausdrücken.

4) Ersetzung von Mattankündigungen:

Einzugebende Zeichenfolge: "(\+|-)??M\d{1,3}".


5) Einfügung von Nullzügen per "Kommentar":

"Aquarium" tut sich schwer mit der Einfügung von Nullzügen per "Z0", möglich ist dies nur am Ende einer Zugfolge. AquaPGN schafft Abhilfe.
2 Fälle der Einfügung von Nullzug-Varianten per "Kommentar" gilt es zu unterscheiden:

Einfügung einer Variante mit Wiederholung des vorangegangenen, also "kommentierten" Zuges mit anschließendem Nullzug im Sinne von "mit der Idee ..." (vgl. hierzu das NAG-Kürzel $140) bzw. "mit der Drohung ...": "\(\+--.*?\)" - um wieder mit einem regulären Ausdruck zu sprechen. Man beginnt mit "(+--" und setzt dann wahlweise mit einem Zug ohne Zugnummer (z.B. "(+--e4)") oder einer Zugfolge (z.B. "(+--e4 Sc6 d4)") fort oder lässt es bleiben ("(+--)"). Am Ende steht also die ")". Die beiden "--" repräsentieren den Nullzug.

Einfügung einer Variante ohne Wiederholung des vorangegangenen, also "kommentierten" Zuges mit anschließendem Nullzug im Sinne von "gerichtet gegen ..." (vgl. hierzu das NAG-Kürzel $141): "\(--.*?\)" - um nun ein letztes Mal mit einem regulären Ausdruck zu sprechen. Man beginnt mit "(--" und setzt dann wahlweise mit einem Zug oder einer Zugfolge fort oder lässt es bleiben. Am Ende steht wieder die ")".

Bei der Formulierung der Varianten kann man ohne Bedenken die deutschen Figurenanfangsbuchstaben "D", "T", "L" und "S" verwenden. Überdies ist es möglich, das Ganze in einen Zugkommentar zu stecken (oder gar mit einem NAG-Kürzel zu kombinieren), z.B. "mit der Idee(+--Lf4)" oder "$140(+--Lf4)" oder "gerichtet gegen(--Lf4)" oder "$141(--Lf4)".

6) Umgruppierung von Kommentaren vor Zügen:

AquaPGN ordnet diese Kommentare dort ein, wo sie hingehören, nämlich vor den Zügen, und löscht nebenbei das "{[%t bLon...}"-Kürzel.

7) Umgruppierung von Partiende-Kommentaren:

Es ordnet solche Kommentare wiederum dort ein, wo sie hingehören, nämlich am Partieende, und löscht nebenbei das "{[%t Long...}"-Kürzel.

8) Elimination der Zeichenfolge "^13 ^10":

"Aquarium" verwendet zur Bildung von Absätzen in Kommentaren die Zeichenfolgen "^13 ^10". Dummerweise eliminiert z.B. das Programm "pgn4web" diese Zeichenfolgen nicht, von ihrer korrekten Verwandlung in Absätze ganz zu schweigen. Sie beleidigen daher das Auge des Betrachters in dieser unverändert kryptischen Form. AquaPGN macht kurzen Prozess und eliminiert diese Zeichenfolgen ein für allemal.

9) Umwandlung der Zeichendarstellung von Nullzügen:

Es wandelt Nullzüge, die in Aquarium-PGN-Dateien durch "Z0" repräsentiert werden in "--" um, ein Format, das verwendet wird unter anderem vom sehr zu empfehlenden und kostenlosen Schachdatenbankprogramm "SCID", vom sehr zu empfehlenden und kostenlosen Internet-PGN-Viewer "pgn4web" und anscheinend vom weniger zu empfehlenden, da nicht so kostenlosen "Chessbase".

Warnung:

Die 4 zuletzt genannten Korrekturen sind in der AquaPGN-GUI mit blauer Farbe gekennzeichnet, denn sie führen zu Irritationen beim Betrachten solchermaßen geänderter PGN-Dateien in "Aquarium". Bei Abänderung der Nullzüge versagt "Aquarium" sogar die Darstellung der PGN-Datei ab dem Auftreten des ersten Nullzuges. Sie sollten also nur angewandt werden für Dateien, die außerhalb "Aquariums" verwendet werden.

10) Ersetzung von Anwender-Bewertungen:

AquaPGN ersetzt Anwender-Bewertungen ("{[%t Val") in der Weise, dass kryptische Kürzel durch nachvollziehbare Werte im Zahlenformat ersetzt werden (vgl. die Diskussion im Rybka-Forum).

11) Bearbeitung und Auswertung von Engine-Varianten bzw. -bewertungen:

AquaPGN verwendet Engine-Varianten bzw. -bewertungen, die von "Aquarium" bei laufender Engine-Analyse [per Taste "Einfügen" (Singlevariantenmodus) oder in der Menügruppe "Analyse"-"Einfügen" oder mit der Maus nach Rechts-Klick in das Analyse-Fenster und Klick auf "Varianten einfügen" (Singlevariantenmodus) oder "Alle Varianten einfügen" (Multivariantenmodus)] in die Notation eingefügt werden. Diese Engine-Bewertungen können wahlweise für die automatische Kommentierung von Zügen mit diversen Daten oder mit "!?", "?!", "!", "?", "!!" und "??" verwendet, abgeändert, umgruppiert oder gelöscht werden. Und die Varianten können auf eine bestimmbare Zügeanzahl reduziert werden.

Probleme der Engine-Varianten bzw. -bewertungen "Aquariums":

Die Stellungsbewertungen inklusive Angaben über Knotenanzahl, Analysetiefe und -zeit, Enginename und Referenzzug (Zug vor Variantenbeginn) finden sich am Ende der Variante anstatt an ihrem Beginn. Zu allem Überdruss müssen sich die Varianten zu einem Partiezug (inklusive ihrer Bewertung!) keineswegs diesem anschließen, sie können auch bei irgendeinem späterer Partiezug auftauchen, wo sie fehl am Platze sind. Deshalb kann AquaPGN diese Bewertungen und weitere Daten an den Variantenbeginn nach dem richtigen Partiezug umgruppieren. Die Angaben am Variantenende können belassen, geändert oder gelöscht werden.

Diese Daten sind - je nach Geschmack - zum Teil überflüssig und aufgeteilt in "Bewertung" und "Text danach", gegebenenfalls mit unterschiedlicher Schreibweise. AquaPGN macht daraus einheitliche Kommentare.

Die betreffenden Bausteine neben dem eigentlichen Text für Variantenanfang wie -ende lauten:


Die Varianten sind mitunter ellenlang. AquaPGN kann die Varianten daher auf eine Höchstanzahl von Variantenzüge kürzen, ohne allerdings anderen Varianten, die sich den zu kürzenden Varianten anschließen oder in sie einklinken, ins Gehege zu geraten.

Und "Aquarium" hat die dumme Angewohnheit, Varianten am Partieende als Hauptzüge darzustellen. Auch das kann AquaPGN mit der Funktion „Engine-Züge am Partieende → Variante“ korrigieren. Dies setzt allerdings voraus, dass AquaPGN das Partieende korrekt identifizieren kann. Hierzu orientiert sich das Programm an den letzten Engine-Bewertungen und geht davon aus, dass der darin genannte Referenzzug der vorletzte (!) in der Partie ist. Also muss im Fall der Nutzung dieser Programmfunktion zur Vermeidung von Kümmernissen vor Beginn der automatischen Partieanalyse oder vor Einfügung der letzten Engine-Bewertung(en) der Cursor im Notationsfenster vor (!) dem letzten Partiezug stehen.

12) Automatische Kommentierung:

Der letzte Kritikpunkt ist die unzureichende Darstellung der Bewertung durch "Aquarium". Unmittelbar nach Partie- und Variantenzügen (die jeweils ersten Züge von Enginevarianten) sollten deren Bewertungen und Schlussfolgerungen daraus klar erkennbar sein. Gleiches gilt für die Differenzen zwischen Varianten-Bewertungen im Multivariantenmodus. Deshalb bietet das Programm in seiner GUI eine Kurzkommentierung ("!?", "?!", "!", "?", "!!", "??") und eine umfangreiche Detailkommentierung an.

Falls nur Varianten im Singlevariantenmodus vorliegen, funktionieren diese Kommentarfunktionen nur sehr eingeschränkt: Allein im Rahmen der Hauptzüge ist ein Patzer-Check möglich, es kann also die Bewertung der von der Engine stammenden Variante (die als einzige natürlich auch die beste ist) an der Stelle eines Partiezuges mit derjenigen an der Stelle des nachfolgenden Partiezuges verglichen und im Falle eines Bewertungsabfalles, der dann dem vorhergehenden (und nicht mit dem besten Variantenzug identischen) Partiezug geschuldet ist, dieser Partiezug per "?!", "?", und "??" verurteilt und mit einer ergänzenden Detailkommentierung (siehe unten) versehen werden.

12a) Kurzkommentierung:

Für die Kommentierung per "!?", "?!", "!", "?", "!!" und "??" werden 2 Optionen angeboten, die mit dem Schalter „BRR“ („Bewertungsrelevanzreduktion“) gewählt werden können.

Die „3-Formeln-Option“ („BRR“ ausgeschaltet) wertet 3 Formeln für 3 Schwellenwerte nach dem Muster y = x - k * x^n - c aus. "x" ist die bessere Bewertung von 2 Engine-Bewertungen, die miteinander verglichen werden. Die 1. Formel markiert denjenigen Schwellenwert, mit dem die "?!"-Kommentierung startet. Also zum Beispiel beim Ausgangswert 0 und der Formel y = 0 - 0,05 * 0^1,20 - 0,20 den Schwellenwert -0,20. Die 2. Formel markiert denjenigen Schwellenwert, mit dem die "?"-Kommentierung und die 3. Formel markiert denjenigen Schwellenwert, mit dem die "??"-Kommentierung startet. Und wenn ein zweitbester Variantenzug eine "?!"-, "?"- bzw. "??"-Kommentierung erhält, wird dem besten Variantenzug automatisch eine "!?"-, "!"-, bzw. "!!"-Kommentierung zugewiesen (obwohl dies mathematisch nicht völlig konsistent ist).

Die "k"-, "c"- und "n"-Werte werden in der Programm-GUI nach Gusto eingetragen. Durch Klick auf die Schaltfläche "?! / ? / ?? - Schwellenwerte für ganzzahlige Bewertungen von 1 bis 10 anzeigen" kann man sich einen Überblick über die Resultate für die gewählten "k"-, "c"- und "n"-Werte betrachten.

Die 2. Option bei der Kurzkommentierung („BRR“ eingeschaltet) verwendet die Bewertungsrelevanzreduktion, über die man hier Näheres in Erfahrung bringen kann. Sie reduziert Enginebewertungen per Integralfunktion. 0,00-Bewertungen werden dabei zu 100 % berücksichtigt, Bewertungen von einem speziellen, in die GUI unter „Bewertungs-Relevanz-R. 50 %“ einzutragenden Wert (Empfehlung: 0,62) zu 50 % und extreme positive oder negative Bewertungen mit annähernd 0 %. In der GUI können rechts vom Schalter „BRR“ 3 Prozentsätze eingetragen werden. 100 % bedeuten dabei das komplette Bewertungsspektrum zwischen – Unendlich und + Unendlich. Im Fall eines BRR-50 %-Werts von z. B. 0,62 beträgt das komplette Bewertungsspektrum lediglich circa 1,789, also nicht zum Beispiel |-250| + 250 = 500. 12,5 %, 25 % und 37,5 % würden bedeuten, dass dieses komplette Bewertungsspektrum in 4 Relevanzbereiche unterteilt wird: die ersten 3 Bereiche mit jeweils 1/8 und der Rest mit 5/8. Näheres im übernächsten Absatz zum Thema „BRR“.

Und wenn man beispielsweise während einer Kommentierung per Hand über Variantenbewertungen verfügt, sich aber nicht sicher ist, welchen Kurzkommentar man vergeben möchte, kann man sich durch Klick auf die Schaltfläche "Kurzkommentare für 2 individuelle Engine-Bewertungen anzeigen" das Resultat der Formelauswertung zeigen lassen.

Beispiel für den Fall der eingeschalteten „BRR“, eines BRR-50 %-Werts von 0,62 und der Eingabe von „0“ als erste Bewertung für einen Zug:
Limit ?! -0,26:
ein Fehlzug mit einer Bewertung bis -0,25 hätte keinen Kurzkommentar zur Folge (Probe aus Exempel: man teste die Bewertungspaare 0 und -0,25 sowie 0 und -0,26 und betrachte jeweils die Kurzkommentare!);
Fehlzug mit einer Bewertung zwischen -0,26 und -0,61 ––> ?!;
Limit ?  -0,62: Fehlzug mit einer Bewertung zwischen -0,62 und -1,23 ––> ?;
Limit ?? -1,24: Fehlzug mit einer Bewertung -1,24 oder schlechter ––> ??;
Limit !? 0,25:
ein besserer Zug mit einer Bewertung bis 0,25 hätte keinen Kurzkommentar zur Folge;
besserer Zug mit einer Bewertung zwischen 0,26 und 0,61 ––> !?;
Limit !  0,62: besserer Zug mit einer Bewertung zwischen 0,62 und 1,23 ––> !;
Limit !? 1,24: besserer Zug mit einer Bewertung 1,24 oder besser ––> !!.

Man kann also die Bedeutung dieser Kurzkommentare wie folgt zusammenfassen:


Und diese Kommentierung erfolgt einzig und allein aufgrund der Bewertungsfunktion der Schachengine, die bekanntlich kein Schach-Feuilletonist sondern ein Rechenknecht ist und somit kein Verständnis für künstlerische Figurenakrobatik hat. Es gilt das Motto: Die Wahrheit liegt in der Hundertstel-Bauerneinheiten-Bewertung!

Sofern man bei der automatischen Kommentierung nur die Kurzkommentierung wünschen und die sonstige Kommentierung nebst Varianten verschmähen sollte, um sich einfach nur einen raschen Überblick über gelungene (nur im Multivariantenmodus!) und missratene Partiezüge zu verschaffen, müssten in der AquaPGN-GUI rechtsseitig die Funktionen „Kurzkommentierung“ sowie „Engine-Varianten und -Bewertungen entfernen“ angewählt und „Detailkommentierung“ abgewählt werden. Es werden dann halt nur die Partiezüge mit Kurzkommentaren versehen, die Varianten werden ja eliminiert.

12b) Detailkommentierung:

Diese erfolgt grundsätzlich unmittelbar nach dem betreffenden Partie- oder 1. Variantenzug und (im Multivariantenmodus) 2. Variantenzug. Sie verwendet neben diversen bereits oben unter Ziffer 11) erwähnten Bausteinen folgende weitere:


Im Gegensatz zum Baustein #Bwt# (unmittelbare Engine-Bewertung), wo eine negative Bewertung durchaus günstig sein kann, nämlich für Schwarz, zeigen #G-V#, #G-V-%# und #G-V-r# im Rahmen der Kommentierungen gute Züge immer mit positiven und schlechte Züge immer mit negativen Bewertungen an.

12c) Clipboard:

Der Schalter „Partiedaten → Clipboard“ ermöglicht die Transposition aller möglichen Daten einer PGN-Datei (also möglicherweise sogar mehrerer Partien) in das Clipboard, wovon sie in andere Programme per Strg-v übertragen werden können. Insbesondere bietet sich an ein Tabellenkalkulationsprogramm, das diese Daten für Diagramme auswertet. Ein solches Tabellendokument, das für LibreOffice, Version 4.2, als ODS-Datei erstellt wurde, findet sich im Programmpaket.

Um dort die Clipboard-Daten einzugeben, wähle man unmittelbar nach Beendigung von AquaPGN (also nach Füllung des Clipboards) die 1. Tabelle „Daten“, selektiere die grüne Zelle A5 und gebe dann Strg-v ein.
Im daraufhin erscheinenden Dialog könnte man wählen:
Zeichensatz: Unicode;
Ab Zeile: 1;
Getrennt;
Tabulator;
Erweiterte Zahlenerkennung;
Return/Enter;
Voilà.

Die Diagramme in den 5 Diagramm-Tabellen werden sogar automatisch anhand der in der 1. Tabelle einzufügenden Clipboard-Daten erstellt, ohne dass auf ein Makro zurückgegriffen werden musste. Diese Automatik funktioniert allerdings nur für die jeweils 1. Partie der PGN-Datei.

In der Tabelle „Konsistenz“ wird geprüft, ob die von AquaPGN gelieferten Clipboard-Daten auch wirklich der intendierten Logik des Programmcodes entsprechen. Die von AquaPGN übernommenen (grün) und in der Tabelle berechneten (gelb) Daten befinden sich in nebeneinander liegenden Spalten. Sollte sich da ein Widerspruch auftun, wäre Vorsicht geboten …

13) Automatische Partieanalyse per Fernsteuerung von "Aquarium":

"Aquarium" verfügt über eine "Partieanalyse" und eine Analyse "Grobe Fehler". Wenn diese nicht zusagen oder wenn sie (ausweislich eigener leidvoller Erfahrung) in bestimmten Partiephasen nicht so recht gelingen sollten (vgl. die Diskussion im Rybka-Forum), können die zu untersuchenden Partiezüge innerhalb von "Aquarium" wahlweise im Single- oder im Multivariantenmodus mit Engine-Bewertungen versehen werden (um dann anschließend die Kommentarfunktion von AquaPGN zu starten).

Wem das zu mühsam erscheint, mag einen Blick auf die Schaltfläche "Aquarium-Partieanalyse" werfen. Damit lässt sich die Hinzufügung der Engine-Bewertungen in "Aquarium" per Fernsteuerung von "Aquarium" aus AquaPGN heraus automatisieren. Wer dies wagen sollte, sollte sich jedoch im eigenen Interesse die Hinweise zur Vorbereitung, die nach dem Start dieser Funktion erscheinen, genau zu Gemüte führen und beachten. Immerhin schließt der Verfasser jegliche Haftung für etwaige Schäden aufgrund von Fehlfunktionen von AquaPGN und insbesondere aufgrund von Fehlfunktionen dieses speziellen Programmfeatures aus (vgl. die beigefügte Datei "COPYING"). Mystizistisch ausgedrückt: Nach Start dieser Programmfunktion liegt der Computer des Anwenders in Gottes Hand! Für schreckhafte Gemüter ein Vorschlag zur Güte: Bescheiden die Partieanalyse mit lediglich einem Halbzug beginnen und anschließend prüfen, was so alles abgestürzt ist …

Einstellen lassen sich zum einen die Analysezeit in Sekunden, die jedoch bei Wahl der Funktion "Varianteneinfügung erst nach nächster Variantenberechnung" deutlich verlängert werden kann. Damit wird "Aquarium" die Möglichkeit eröffnet, erst die laufende Variantenberechnung abzuschließen, bevor sie in die Notation eingefügt wird. Dieses Feature kann jedoch bei Mattbewertungen den Dienst versagen. Stockfish zum Beispiel kann bei einer maximalen Suchtiefe von „d127“ ein Matt ankündigen und dann Feierabend machen. Dann stockt auch die Einfügung der Enginebewertung. Deshalb wurde in AquaPGN eine Notbremse eingebaut: Es wird maximal die dreifache normale Bedenkzeit auf eine Reaktion der Engine abgewartet. Tut sich bis dahin nichts, wird die momentan aktuelle Bewertung in die Notation eingefügt.

Bei der Wahl der "Halbzüge ab Ende des Analysebereichs" ist zu beachten, dass die Partiezüge von hinten nach vorne abgearbeitet werden. Wenn also die eingegebene Anzahl von Halbzügen kleiner als die Anzahl aller Partiehalbzüge ist und die Analyse am Partieende begann, bleiben Eröffnungszüge unbewertet.

Mit Single- bzw. Multivariantenmodus werden (bei korrekter Vorbereitung von "Aquarium") natürlich entweder nur eine Variante oder aber mehrere Varianten pro Halbzug eingetragen, wobei aber derzeit bei mehr als 2 Varianten nur die beiden besten für die Kommentarfunktion von AquaPGN verwertet werden.

Und infolge irgendwelcher Komplikationen mit einer „Aquarium“-programminternen Identifikationsnummer der Notationsfenster-Titelleiste musste eine Auswahlliste eingefügt werden, mit der eine „INSTANCE1“ oder „INSTANCE2“ zwecks Gelingens der ganzen Aktion gewählt werden kann. Es muss leider dem User vorbehalten bleiben, die richtige Einstellung auf seinem System zu eruieren. Voreingestellt ist „INSTANCE1“. Bei einer Änderung genügt aber nicht nur die Wahl von „INSTANCE2“, vielmehr muss diese auch selektiert werden, sodass sie blau unterlegt ist.

AquaPGN führt Mausklicks im Enginefenster von „Aquarium“ durch. Der Mauszeiger ist dabei im Fenster zentriert. Eine etwaige Windows-Taskleiste auf der linken oder oberen Seite wird vom Programm berücksichtigt.

Während des Ablaufs der Bedenkzeit der Schachengine kann zu einem anderen Fenster bzw. Programm gewechselt werden. Wenn dann von "Aquarium" eine Enginebewertung einzufügen ist, wechselt AquaPGN hoffentlich automatisch zu „Aquarium“ und nach getaner Arbeit zurück zum zuvor verwendeten Fenster bzw. Programm.

Sonstiges in der GUI:

Alle Einstellungen, die in der Programm-GUI zu sehen sind, lassen sich individuell als Parameter laden und speichern. Was ein Klick auf "links", "alles auswählen", "rechts", "links", "alles leeren", "rechts" bewirkt, mag der Anwender selbst herausfinden. Übrigens wird nicht jeder Klick auf x-beliebige Checkboxen mit einer Reaktion belohnt. Umgekehrt wird mitunter eine Checkbox initialisiert, obwohl sie gar nicht angetastet wurde. Das Programm weiß in einigen Fällen durchaus widersprüchliche Orders zu vermeiden.

Sollte die Größe der Programm-GUI die Bildschirmauflösung überschreiten, muss nicht gleich Letztere erhöht werden. Ab "Windows 7" soll es eine Einstellung - das Ausschalten von "Aero Snap" - geben, die beim Versuch, ein Fenster über den Bildschirmrand hinweg zu verschieben, dieses verkleinert. Hmmm. Man hätte dann immerhin auf alle Bereiche der so größenreduzierten GUI Zugriff, wenn man sie denn noch im Einzelnen zu erkennen vermochte. Problemlösung à la "Microsoft". Komfortabler ist da schon das im Internet frei erhältliche Tool "AltDrag": Bei gedrückter "Alt"-Taste lassen sich Fenster und damit auch die Programm-GUI ohne Größenveränderung mit der Maus beliebig über den Bilschirmrand hinweg verschieben, wobei der vorhergehende Mausklick an jeder beliebigen Fensterposition erfolgen kann.

Schlussbemerkungen:

AquaPGN wurde erstellt mit AutoIt3 (© 1999-2014 Jonathan Bennett & AutoIt Team) auf dem Betriebssystem Windows Vista.

Das Programmpaket enthält:


Die neueste Version von AquaPGN wurde getestet mit "Aquarium 2017". Die modifizierten PGN-Dateien wurden zum einen natürlich mit "Aquarium" selbst getestet, zum anderen aber auch mit dem Internet-PGN-Viewer "pgn4web" (Version 2.90), der für die Veröffentlichung kommentierter Partien und Studien auf dieser Webseite Verwendung findet. Natürlich lassen sich mit diesem Programm PGN-Dateien auch offline betrachten.

Keine Software ist fehlerfrei, AquaPGN schon gleich gar nicht. Das Programm macht komplizierte Sachen und man kann sich schließlich als einsamer Einzelprogrammierer vor der Veröffentlichung nicht ewig dem Testen hingeben. In diesem Sinne werden die fehlerfrustrierten Anwender als unfreiwillige Beta-Tester missbraucht und angestiftet, von der Kommentarfunktion regen Gebrauch zu machen, um Gelegenheit zu geben, mit einer neuen Programmversion die schändlichen Fehltritte von AquaPGN auszumerzen (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Bananenprinzip#Bananenware). Stand 16. März 2017 läuft das Programm aber schon relativ fehlerfrei.

Kontakt: mail@konrod.info


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Programm AquaPGN - Entwicklungsversion 24.3.2017
ZIP-Datei [803 KB]: AquaPGN.zip



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